QUEEN
Band History
„I want it all“ – längst ist diese Textzeile aus dem gleichnamigen Hit der Band Realität geworden: Sie hat alles erreicht, was man sich als Band erträumen kann. In Großbritannien ist QUEEN nach über 40 Jahren erfolgreicher als die Beatles und Elvis Presley.
Rund 1400 Wochen war sie in den britischen Charts präsent und ist seit 2005 im Guinessbuch der Rekorde als erfolgreichster UK-Album-Chart-Act der Geschichte vermerkt. Vom 1973 veröffentlichten Debütalbum, das den Namen der Band selbst trägt, über ihr erstes Nummer-Eins-Album A Night at the Opera aus dem Jahr 1975 bis heute erstreckt sich eine der bemerkenswertesten Erfolgsgeschichten der Popkultur: Mehr als 170 Millionen Albumverkäufe weltweit, 18 Nummer-Eins-Alben, etliche Nummer-Eins-Singles und DVDs, die Aufnahme in die amerikanische „Rock‘n‘Roll Hall Of Fame“ sowie die „Songwriters Hall Of Fame“, ein Stern auf dem „Walk of Fame“ in Hollywood, über 700 Konzerte in nahezu jedem Winkel der Welt inklusive des historischen Auftritts bei „Live Aid“ – QUEEN war und ist eine der größten Rockbands aller Zeiten. Zahllose Top-Interpreten nennen das Quartett als eine ihrer größten Inspirationsquellen.
Weder die Zeit noch der Tod des Lead-Sängers Freddie Mercury 1991, so scheint es, konnten der schier unerschöpflichen Kreativität und der Kraft der Auftritte dieser hochcharismatischen Band etwas anhaben. Bis heute begeistert QUEEN ein weltweites Publikum, sei es durch spektakuläre Konzerte und Auftritte wie zum goldenen Krönungsjubiläum der Königin von Großbritannien oder bei den Olympischen Spielen 2012 in London, sei es durch neue Alben oder eines der erfolgreichsten West End-Musicals aller Zeiten: We Will Rock You. Im Jahr 2002 feierte das „Rock-Theatrical“, wie QUEEN Gitarrist Brian May das Stück nennt, im Londoner Dominion Theatre Premiere. Bis heute haben weltweit über 13 Millionen Menschen das Stück gesehen, davon allein über 4 Millionen im deutschsprachigen Raum.
Auf der Bildfläche der britischen Musikszene erschien QUEEN 1972 mit einer extravaganten Stilmixtur. In den ersten fünf Jahren ihres Bestehens, zwischen den Alben QUEEN (1973), QUEEN II (1974) und Sheer Heart Attack (1974), das, inklusive der Single Killer Queen, auf beiden Seiten des Atlantiks ein Hit wurde, durchlief die Musik der Band rastlose Wandlungen vom Progressive Rock über Heavy Metal und Folkballaden bis hin zu manieriertem britischem Pop à la Noël Coward. Außerdem brachte QUEEN als eine der wenigen Rockbands der frühen 70er auch R&B-Einflüsse in seine Songs. Ein Spektrum, das nur QUEEN zu bieten hatte.
1975 gelang QUEEN ein erstes rockgeschichtliches Ausrufezeichen. Mit dem Album A Night at the Opera erschien ein Song, der bis heute in unzähligen Umfragen und Hitparaden über die vergangenen Jahrzehnte als der beliebteste aller Zeiten ermittelt wurde: Bohemian Rhapsody. Mit 5 Min. 55 Sek. eigentlich zu lang für das Radio, wurde die Single so erfolgreich wie kaum eine andere zuvor und hielt sich neun Wochen auf Platz eins der UK-Charts. Das Album selbst wurde zum ersten Platin-Erfolg der Band.
1976 kam es zur Veröffentlichung des Albums A Day at the Races. Ebenfalls ein immenser Erfolg, enthält der Tonträger unter anderen den Hit Somebody To Love. Im selben Jahr noch gab QUEEN ein heute legendäres Gratiskonzert vor 150 000 Fans im Londoner Hyde Park und ein Jahr später tourte die Band durch die USA. In diesem Jahr, 1977, erschien bereits das nächste Album: News of the World. Und wenn QUEEN bis dahin nicht schon unsterblich war, wurde die Band es jetzt. Denn mit der Doppel-A-Single We Will Rock You und We Are the Champions schlugen zwei Songs in das globale Musikbewusstsein ein, die bis heute weit über alle Rock- oder Pop-Kontexte hinaus Bedeutung erlangt haben. Schließlich: Kann sich heute noch jemand eine Sportveranstaltung vorstellen, bei der diese Songs nicht gespielt werden? Der Hit Another One Bites the Dust, erschienen 1980 auf dem Album The Game, komplettiert die heilige Dreifaltigkeit der modernen Sieges- und Kampfhymnen.
1978 und 1979: Das Album Jazz mit der Hit-Single Bicycle Race und das erste Live-Album Live Killers erscheinen und QUEEN tourt durch Nordamerika, Europa und Japan. 1980 erscheint The Game. Allein in Kanada wird das Album fünf Mal mit Platin ausgezeichnet. Und nicht nur das. QUEEN unternimmt den ersten Ausflug in das Reich der Filmmusik und steuert den Soundtrack zum Kinofilm „Flash Gordon“ bei. Bis zum Ende dieses Jahres hatte QUEEN weltweit bereits 45 Millionen Platten verkauft.
1981, während einer Südamerika-Tour, spielt QUEEN in Sao Paolo vor 131 000 Menschen. Das Greatest Hits Album, das in diesem Jahr erscheint, hat bis heute nur selten die UK-Charts verlassen. 1982 und 1984 folgten die Alben Hot Space und The Works. Mit letzterem erreichten zwei weitere unsterbliche Rock-Klassiker die Ohren der Welt: Radio Ga Ga und I Want To Break Free, das wegen seines Videos, in dem Freddie Mercury, Brian May, Roger Taylor und John Deacon als Drag Queens auftreten, aus der MTV-Playlist verbannt wurde. Im selben Jahr folgten zwei weitere legendäre Live-Konzerte der Band: ihr Auftritt als Headliner bei „Rock in Rio“, verfolgt von 300 000 Menschen, und der epochale Auftritt bei „Live Aid“ im Londoner Wembley Stadium, der noch immer als bester Live-Auftritt der Rock-Geschichte gilt.
1986 der zweite Soundtrack aus der Feder von QUEEN: das 14. Studioalbum der Band A Kind of Magic zu dem Film „Highlander“. Der Titelsong wurde im Handumdrehen zum weltweiten Smash-Hit und das Album stieg auf Platz eins in die UK-Charts ein. Zwei weitere Studioalben, The Miracle und Innuendo, folgten zwischen 1988 und 1991. Auch sie erreichten sofort Platz eins der UK-Charts.
Der tragische Tod des Frontmanns Freddie Mercury im November 1991 war ein Schock für die Fans auf der ganzen Welt. Zu seinen Ehren wurde erneut das Wembley Stadium zur Bühne für QUEEN, diesmal gemeinsam mit der gesamten Rock- und Pop-Elite, während des „Freddie Mercury Tribute Concert“.
Mit Mercurys Tod hatte zweifellos eine der schillerndsten Figuren der Rockgeschichte die Bühne der Welt verlassen. Ohne Zweifel, eine Ära ging zu Ende. Doch das Phänomen QUEEN ist geblieben, so vital und kreativ wie eh und je. Um es mit den Worten der Times aus London zu sagen: „Die Dampfmaschine, zu der QUEEN geworden ist, zeigt keinerlei Anzeichen, in naher Zukunft eine Pause einzulegen“. Brian May, Roger Taylor und John Deacon vervollständigten 1995 die Tracks, die QUEEN 1991 für ein neues Album begonnen hatte und veröffentlichten sie auf dem Album Made in Heaven. In Großbritannien hielt es sich für 28 Wochen auf Platz eins der Album-Charts.
Und noch immer sorgt QUEEN regelmäßig für Schlagzeilen, sei es durch eine Neuaufnahme ihres Klassikers We Will Rock You mit den Pop-Größen Beyoncé Knowles, Britney Spears und Pink für eine Pepsi-Werbekampagne2004, sei es durch den sensationellen Erfolg der Kompilation „QUEEN Jewels“, die selbst in den für ausländische Bands fast unerreichbaren japanischen Charts den ersten Platz erreichte, durch Kooperationen mit Künstlern wie Robbie Williams, Wyclef Jean, den Foo Fighters und George Michael oder durch den weltweit beachteten, spektakulären Auftritt auf dem Dach des Buckingham Palace. Anlässlich des goldenen Thronjubiläums der englischen Königin 2002 feuerte Brian May, begleitet von Roger Taylor an den Pauken, ein Arrangement der britischen Nationalhymne „God Save the Queen“ ab, das Millionen begeisterte. Im selben Jahr feierte das QUEEN-Musical We Will Rock You, produziert von QUEEN selbst, am Londoner Dominion Theatre Premiere. Seitdem steht es dort ununterbrochen Abend für Abend auf dem Spielplan und begeistert vor ausverkauftem Haus. Und das nicht nur im Londoner West End. An immer neuen Spielorten weltweit feiert We Will Rock You Premiere.
Die ehrliche, authentische Rock-Attitude, die sich wie ein roter Faden auch durch das Musical zieht, ist trotz all des Bombasts, für den QUEEN bekannt ist, immer wesentlicher Bestandteil der Substanz dieser Band gewesen. Mit Sicherheit liegt es an ihr und am gleichzeitig von den vier Briten gepflegten Sinn für Humor, der sie vor dem Retro-Stigma bewahrt hat, das heute ihren früheren Glam-Kollegen anhaftet. Deshalb umgibt QUEEN heute eine Aura der Zeitlosigkeit. Mühelos hat diese Band mit einer wegweisenden Mischung aus theatralischem Pomp, dröhnendem Heavy Metal und einem steten Augenzwinkern über vier Dekaden der Popkultur überbrückt und dabei unzählige Künstler beeinflusst. Legionen von Bands und Künstlern späterer Dekaden verneigen sich vor QUEEN: Metallica, Nirvana und Anthrax genauso wie wie Lady Ga Ga, Mika, Muse, Radiohead, Trent Reznor oder Robbie Williams – die Liste ist lang.
Die Popularität und Relevanz von QUEEN, daran besteht kein Zweifel, ist ungebrochen, und das unterstreicht die Mega-Band weiterhin eindrucksvoll mit spektakulären Konzerttourneen und Live-Auftritten. 2005 und 2008 gingen Brian May und Roger Taylor erstmals seit 1986 wieder auf Welttournee, gemeinsam mit dem früheren „Free“ und „Bad Company“-Frontmann Paul Rodgers. In insgesamt 14 Ländern waren QUEEN + Paul Rodgers, die gleichzeitig das Album The Cosmos Rocks veröffentlichten, live zu erleben. 2011 nahm QUEEN während der „MTV Europe Music Awards“ den „Global Icon Award“ entgegen und performte gemeinsam mit dem Sänger Adam Lambert The Show Must Go On, We Will Rock You und We Are the Champions. In der gleichen Formation rockte QUEEN im Juli 2012 das an zwei Abenden in Folge ausverkaufte Hammersmith Apollo in London. Einen Monat zuvor begeisterten QUEEN + Adam Lambert während der Fußballeuropameisterschaft in Kiew bei einem gemeinsamen Konzert mit Elton John zugunsten der „Elena Pinchuk ANTIAIDS Foundation“ tausende Fans und rockten das Moskauer Olympiastadion. Und im gleichen Sommer trugen Brian May und Roger Taylor die Mutter aller Stadionhymnen live und mit Unterstützung der Soulkünstlerin Jessie J mitten ins Herz der Mutter aller Sportveranstaltungen, als sie während der Schlussveranstaltung der Olympischen Spiele 2012 im London Olympic Stadium We Will Rock You spielten.
QUEEN, das kann man ohne Übertreibung sagen, ist mehr als eine Band. QUEEN ist eine Legende, ein unaufhaltbares, weltweites Phänomen.